Gerade nach den schönen hellen Sonnentagen schlägt uns das graue, nasse Wetter – wie häufig im November – regelrecht aufs Gemüt. Die Sonne hat nicht mehr die richtige Strahlkraft und die Tage werden zusehends kürzer. Der gesamte Körper stellt sich im November auf eine gewisse Winterruhe ein. Doch leider fühlen sich einige Menschen so beeinträchtigt, dass es Ihnen regelrecht an Kraft und Energie fehlt, den täglichen Aufgaben gewappnet zu sein.

Auch unsere Organe arbeiten ein bisschen gemächlicher und dadurch, dass man mehr Zeit auf der heimischen Couch verbringt als draußen in der Natur, verlangsamt sich auch unser Stoffwechsel. Was wir in diesem dunklen Monat brauchen, ist: Licht – Wärme – Kraft.

Kaum eine andere Pflanze verkörpert das Sonnenprinzip so sehr wie das Johanniskraut. Die gelben Blüten erinnern an die gelb-leuchtende Farbe der Sonne. Sie soll Sonne in unser Gemüt und Herz bringen. Genauso wird Hypericum, Johanniskraut, auch eingesetzt. Seine Inhaltsstoffe konzentrieren Serotonin an Rezeptoren, die für unsere seelisches Gleichgewicht und Ausgeglichenheit zuständig sind. Serotonin wird an den Rezeptoren unsere Nervenzellen angereichert, so dass wir entspannter und glücklicher werden. Es bringt Licht in unsere depressive Grundstimmung und lässt uns abends besser in den Schlaf finden. Allerdings dauert es zwei bis drei Wochen, bis die Wirkung eintritt.

Michael H. Lemmer [CC BY-SA 2.5 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)]

Im Bereich der Metalle gibt es das „Sonnenmetall“ Gold. Gold spricht uns durch seinen warmen Glanz seelisch an. Es ist ein schweres aber auch sehr flexibles Metall, man kann es schmieden, walzen und sehr fein ausdehnen. Gold stabilisiert und harmonisiert so auch das Herz -Kreislauf -System. Schon Paracelsus wusste: „Eine so große Kraft liegt im Golde, dass es alles Kranke wiederherstellt“

Gold wurde schon immer auch innerlich eingenommen, man denke an das Danziger Goldwasser. Allerdings ist das Gold hier zu grob und kann von unserem Körper nicht verwertet werden. Erst muss Gold in eine lösliche Form gebracht werden. Zunächst verbindet man es unter besonderen chemischen Prozessen mit Chlorid und hat somit eine ausgleichende Wirkung auf unseren Stoffwechsel und auch auf unsere Seele. Die Spagyrik, eine alte Methode Pflanzen und Metalle zu sanften Arzneimittel zu machen, arbeitet heute noch mit dieser Zubereitungsform. Man denke hier an die Solunate nach Alexander von Bernus.

Gold in spezieller Zubereitung und in der richtigen Dosierung wirkt gegen depressive Verstimmungen und das Denken wird klarer, so schreibt Rudolf Steiner, der Begründer der anthroposophischen Medizin. Im Gegensatz zu hochdosiertem Johanniskraut wirkt das Mittel rasch und macht nicht lichtempfindlich – Johanniskraut lässt uns schneller einen Sonnenbrand bekommen.

Wie die Sonne unseren Planeten erhellt, so erhellt das Gold unsere Seele. Es spendet Licht, Wärme und Vitalität.

In zu hoher Konzentration führen zu Goldvergiftungen und depressiven Verstimmungen. In starker Verdünnung und homöopathischer Aufbereitung jedoch führt das Gold aus einer depressiven Verstimmung heraus.

Die Fruchtbarkeit der Erde ist abhängig von der Sonnenbestrahlung, und so kann auch die speziell hergestellten Goldzubereitungen sich auf die weiblichen Organe und die embryonalen Entwicklungen auswirken. Bei Fehlgeburtsneigung z.B. durch Autoimmunprozesse haben homoiopathische Goldzubereitungen eine vorbeugende Wirkung. Dann gibt man Aurum chloratum D6 zumindest in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, auch kombiniert mit Alchemilla. Des weiteren hilft Gold sehr gut bei Wechseljahrsbeschwerden und auch bei Herzkreislaufbeschwerden.